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Folgen für das Image der
Landwirtschaft
Die Frage der Kontamination benachbarter
Grundstücke durch Pollen ist ein grundsätzliches Problem. Die Folge
eines Pollenflugs, der von transgenen Pflanzen ausgeht, trifft auch Landwirte,
die ausdrücklich ohne gentechnisch veränderte Organismen produzieren
wollen. Wird ihr Feld durch Pollen transgener Pflanzen kontaminiert, so
täuschen sie nicht nur ihre Kundschaft, sondern machen sich
möglicherweise sogar strafbar, weil sie ohne Bewilligung Lebensmittel oder
Futtermittel verkaufen, die als gentechnisch verändert
gelten.
Die Schweizer Landwirtschaft lebt davon, dass ihre
Produkte als rein und naturnah gelten. Durch solche Gentech-Versuche wird dieses
Image tangiert. Das kann weitreichende Folgen für die Landwirtschaft
haben.
Die Politik ist hier gefordert zu entscheiden, ob sie
solche Verhältnisse befürwortet. Solange kein Entscheid vorliegt und
keine Toleranzwerte definiert sind, liegt das Risiko einseitig bei denjenigen
Bauern, die biologisch oder konventionell produzieren.
Neueste Entwicklung Juni 99
Der Presse konnte entnommen werden, dass in der Schweiz
140 Hektaren Mais vernichtet worden sind, weil Genveränderte Organismen
(GVO) festegestellt worden sind.
Es wird immer schwieriger, Gentech-freies Saatgut zu
bekommen. Die Flächen mit transgenen Pflanzen nehmen weltweit stark zu.
Deshalb wird es schwierig sein, die Genfreiheit von Saatgut aufrecht zu
erhalten.
Dazu Jaques Morel, Chef der Hauptabteilung Forschung und
Beratung im BWL: „Es wird klar definiert werden müssen, ob der Mais
GVO-haltig oder GVO-Frei ist. Auch wenn letzteres nicht mit Garantie
wäre.“
4.4 Meine Meinung zum GVO-MaisIch bin der Meinung, dass genveränderter Mais im
Moment in der Schweiz noch nicht zugelassen werden sollte. Wichtig ist, dass
umfangreiche Abklärungen der Auswirkungen auf Mensch und Tier gemacht
werden müssten. Falls trotzdem einmal eine Erlaubnis abgegeben würde,
müssten die Produkte klar und deutlich gekennzeichnet werden.
Ich bin skeptisch, weil ich denke, dass es mit der Zeit
zu unabsehbaren Nebenwirkungen kommen könnte. Es besteht die Gefahr, dass
wir mit dem Einbringen neuer Pflanzen das biologische Gleichgewicht und die
Nahrungsketten stark durcheinander bringen. Die Schadinsekten bleiben fern, doch
wovon leben jetzt deren Feinde? Die haben dann nichts mehr zu essen. Wie
weitreichend sind die Eingriffe mittels Gentechnik. Darauf vermag im Moment
niemand eine klare Antwort zu geben.
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