Title:

Mais

Home
deutsch
  
ISBN: 3800164809   ISBN: 3800164809   ISBN: 3800164809   ISBN: 3800164809 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Keine Auskreuzung mit Wildpflanzen
Eine Übertragung der Gene des Bt-Maises auf eine andere Pflanzenart ist nicht gegeben, weil Maispollen ausschliesslich Mais befruchten können. Der Bt-Mais kann sich in Nordamerika und Europa, wo er angeboten wird, auch nicht mit verwandten Wildpflanzen kreuzen. Denn verwandte Wildpflanzen des Maises gibt es nur noch in wenigen Gegenden Mexikos und Guatemalas.


4.2 Nachteile / Gefahren des BT-Mais


Darstellung von: Florianne Koechlin, Freiberufliche Biologin im Bereich Gentechnik und Mit-Initiantin der Gen-Schutz-Initiative

Bt-Mais von Novartis und die Risiken:
Heute ist der Bt-Mais auf dem europäischen Markt zugelassen - trotz massivem Widerstand einer grossen Mehrheit. 14 von 15 EU-Ländern wollen den Mais nicht zulassen (Juni 1996) und das EU-Parlament verlangt mit einer überwältigenden Mehrheit von 407 gegen 2 Stimmen und 19 Enthaltungen einen sofortigen Importstopp für den Gentech-Mais, da die Risiken ungenügend abgeklärt seien
(9. April 1997). Die EU-Kommission (Exekutive), alleinig zuständig für die Bewilligung, setzt sich über alle Bedenken hinweg. Österreich zum Beispiel hat daraufhin einen Importstop für den Bt-Mais verhängt. Es bestehen folgende Befürchtungen:

Antibiotikaresistenz:
Es ist nicht auszuschliessen, dass die Antibiotikaresistenz-Gene des Bt-Maises auf Bakterien übertragen werden. Wenn solche Bakterien dann im Darm auf menschliche oder tierische Krankheitserreger stossen, können sie ihr Gen für Antibiotikaresistenz weitergeben. Dann würden Krankheitserreger immun gegen bestimmte Antibiotika. Aus medizinisch leicht zu bekämpfenden würden schwer heilbare Krankheiten entstehen. Das Antibiotikum Ampicillin zählt zu den Aminopenicillinen, die z.B. bei Diphtherie, Scharlach, Hirnhautentzündungen, Lungenentzündungen, Atemwegsinfektionen und Harnwegsinfektionen eingesetzt werden. Mit dem Genmais könnte das Ampicillin seine Wirkung verlieren. Weiter wird befürchtet, dass die Resistenz-Gene der manipulierten Pflanzen auch Kreuzresistenzen gegen andere Antibiotika, zum Beispiel aus der Gruppe der Penizilline, hervorrufen können.

Allergie:
Die Fremd-Gene und ihre Expressionsprodukte sind in allen Zellen der manipulierten Pflanze präsent. Beim Verzehr kommt der menschliche Körper erstmals mit diesen Proteinen in Kontakt. Dies könnte besonders für allergieempfindliche Menschen zu einem Problem werden, da neue Proteine immer auch potentiell neue Allergene mit unbekanntem Risiko sind.

"Pleiotrope Effekte":
Bei einer Genmanipulation werden die Fremd-Gene ziellos ins Erbgut einer Pflanze eingebracht. Die Erfolgsrate ist circa 1:100’000. Deshalb werden zur Selektion Marker-Gene eingesetzt. Im Falle vom Mais das Antibiotikaresistenz- und das Herbizidresistenz-Gen. Es ist nicht steuerbar, wo die Gene hinkommen, welche Nachbarschaftsbeziehungen gestört werden. "Verrückte" Gene können unerwartete Eigenschaftsänderungen bewirken (pleiotrope Effekte) und z.B. neue Stoffwechselvorgänge "anschalten".
  
Kakteen-Atlas. 1094 Kugelkakteen in Farbe
Sonstige Artikel:
Weltreisen: 365 Tage der Sonne hinterher
von Falk Werner,
Jennifer Fizia
Strafprozessordnung: mit Auszügen aus Gerichtsverfassungsgesetz, EGGVG, Jugendgerichtsgesetz, Straßenverkehrsgesetz und Grundgesetz: mit EinführungsG, ... EGGVG, Jugendgerichtsgesetz, StraßenverkehrsG
von Claus Roxin
Algorithmen - Eine Einführung
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
SchoolLecture.com/Startseite/Neuerscheinungen

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum