Keine Allergien
Die gentechnische Veränderung macht den
zünslerresistenten Mais nicht zu einem allergenen Lebensmittel. Von
herkömmlichem Mais unterscheidet sich der Bt-Mais nur, indem er zwei
zusätzliche Eiweisse bildet: das Bt-Eiweiss und das
Herbizid-Toleranz-Eiweiss. Seit jeher kommen beide in Bakterien vor. Mit
ungekochtem Gemüse oder mit Salaten, die von einer Vielzahl von Bakterien
besiedelt sind, haben Mensch und Tier diese Eiweisse immer schon aufgenommen.
Bis heute traten keine Allergien auf, die durch eines der beiden Eiweisse
verursacht wurden. Im Gegensatz zu Allergenen werden sie im Magen rasch
abgebaut, sind empfindlich gegen Hitze (Zerstörung beim Kochen) und zeigen
auch sonst keine Ähnlichkeit mit bekannten Allergenen.
Gift ist nicht gleich Gift
Das Bt-Eiweiss wird in den Blättern, im Stengel und
in den Pollen der Maispflanze gebildet. Es ist ausschliesslich für
bestimmte Falterlarven giftig. Für andere Insekten, Tiere oder den Menschen
ist das Bt-Eiweiss harmlos. Sie verdauen es wie andere Eiweisse auch, die sie
mit ihrer täglichen Nahrung aufnehmen. Die mehr als vierzigjährige
Erfahrung mit Bt-Eiweissen als Bioinsektiziden zeigt, dass sie gesundheitlich
unbedenklich sind.
Behandlungen mit dem Antibiotikum Ampicillin sind
nicht gefährdet
Das Ampicillin-Resistenz-Gen wird in der Maispflanze
nicht in ein Eiweiss umgesetzt. Mensch und Tier nehmen mit dem Bt-Mais also kein
Eiweiss auf, das eine medizinische Behandlung mit Ampicillin unwirksam machen
könnte. Eine Genübertragung von Pflanzen auf Bakterien wurde noch nie
beobachtet. Es ist unwahrscheinlich, dass die Ampicillin-Resistenz-Gene der
Maispflanze auf menschliche oder tierische Krankheitserreger im Darm
übertragen werden. Sollte ein derartiger Transfer dennoch eintreten, so
wäre der Anteil zusätzlich resistenter Bakterien gemessen an der
Gesamtzahl natürlicherweise vorkommender Antibiotika-resistenter Bakterien
vernachlässigbar gering.
Gegen die Entwicklung resistenter
Zünslerlarven
Schädlinge können sich an Resistenzmechanismen
von Pflanzen anpassen. Diese Anpassung ist unabhängig davon, ob der
Pflanzenschutz durch chemische oder biologische Pflanzenschutzmittel erreicht
wird, respektive ob der Resistenzmechanismus durch traditionelle oder mittels
gentechnischer Methoden in die Pflanze eingebracht wurde. Sie beruhen auf dem
natürlichen Prinzip der Selektion. Es versteht sich von selbst, dass
Novartis daran interessiert ist, die Entwicklung Bt-resistenter Schädlinge
möglichst gering zu halten.
Keine Erhöhung des
Herbizid-Einsatzes
Der Bt-Mais enthält ein Gen (Markierungs-Gen), das
die Widerstandskraft der Pflanze gegen das Unkrautbekämpfungsmittel
Glufosinat (Hersteller AgrEvo) erhöht. Dieses Eiweiss diente in einem
frühen Stadium im Labor zur Selektion jener Pflanzenzellen, bei denen die
Übertragung des Bt-Gens geglückt war. Ziel der Entwicklung war die
Maiszünsler- Toleranz. Markierungs-Gene dienen dem Züchter zur
Selektion. Für den Maisanbau ist das Herbizid Glufosinat in Europa nicht
zugelassen.
|