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Eiweisse und Enzyme
Eiweisse sind Bausteine einer Zelle. Sie werden gebaut,
indem die Zelle die Erbinformationen (Bauplan) eines Gens umsetzt. Eiweisse
verleihen einer Zelle ihr chrakteristisches Aussehen. Enzyme sind spezielle
Eiweisse, die den Stoffwechsel unterstützen. Sie werden beispielsweise in
der Lebensmittelherstellung eingesetzt (z.B. um Milch gerinnen zu
lassen).
Mikroorganismen
Das sind Bakterien, Hefepilze und Viren. Bakterien und
Hefen bestehen aus einer einzigen Zelle. Einige sind Krankheitsverursacher,
andere wiederum sind lebensnotwendig. Bakterien und Hefepilze können sich
alleine vermehren, während Viren dazu lebende Zellen
brauchen.
3.4.2 Der Maiszünsler
- Die Zünslerlarve ist einer der gefürchtetsten
Schädlinge im Maisanbau. Der Maiszünsler
ist des Bauern Feind - er zerfrisst die Maispflanzen im Feld
- Sie vernichtet jährlich weltweit 7% der Maisernte.
Das sind 40 Millionen Tonnen Mais pro Jahr. Damit liesse sich die grösste
Pyramide der Welt, die Cheopspyramide, 17mal füllen. In manchen Gegenden
Nordamerikas und Europas werden sogar 20% der Ernte zerstört.
- Kaum aus den Eiern geschlüpft, bohrt sich die
Zünslerlarve in den Stengel der Maispflanze ein. Bis zu ihrer Verpuppung
frisst sich die Larve dann buchstäblich durch die Pflanze hindurch.
- Heute werden zur Bekämpfung der Zünslerlarve
Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Allein in den USA für 20 bis 30 Millionen
Dollar jährlich.
Maiszünsler im Stengel von Mais Vom Maiszünsler befallene
Maispflanzen
3.4.3 Das Bodenbakterium Bacillus thuringiensis
(BT)
- Dass das Bodenbakterium Bacillus thuringiensis (Bt) auf
bestimmte Insektenlarven tödlich wirkt, ist seit seiner Entdeckung im Jahre
1911 bekannt.
- Wenn eine Falterlarve das Bakterium frisst, nimmt sie das
von ihm produzierte Bt-Eiweiss auf. Dieses wird in ihrem Darm gespalten. Dabei
entsteht ein neues Eiweiss, das im Darm der Falterlarve Löcher macht und
sie verhungern lässt.
- In der Landwirtschaft, auch im Biolandbau, wird die sehr
spezifische Wirkung der Bt-Eiweisse zur Bekämpfung von Schädlingen
schon seit etwa 40 Jahren genutzt. Zu biologischen Spritzmitteln verarbeitet,
werden sie beispielsweise im Gemüsebau gegen die Raupe des Kohlweisslings
oder gegen die Larve des Kartoffelkäfers und im Maisanbau gegen die
Zünslerlarve eingesetzt.
- Aus ökologischer Sicht sind Spritzmittel aus
Bt-Eiweissen ideal. Im Boden zersetzen sie sich sehr schnell zu harmlosen
Substanzen.
- Die Anwendung hat allerdings einen Nachteil. Denn wenn
die Zünslerlarve einmal im Stengel ist, ist sie vor den Bt-Spritzmitteln
geschützt.
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