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3.3.6 NährwertDer
Mais stellt eines der bedeutendsten Nahrungs- und Tierfuttermittel dar. Er
enthält wie andere Getreidearten vorwiegend Kohlenhydrate, jedoch nur wenig
Eiweiss, das zudem einen geringen Anteil an den beiden essentiellen
Aminosäuren Lysin und Tryptophan hat und daher in dieser Hinsicht von
minderwertiger Qualität für die menschliche und tierische
Ernährung ist. Vor kurzem entdeckte man jedoch zwei genetische Mutanten,
„opaque-2“ und „floury-2“ genannt, die in dem mehligen
Endosperm des normalen Zahnmaises erhöhte Anteile dieser essentiellen
Aminosäuren aufwiesen Bei „opaque-2“ zum Beispiel ein um 70 bis
100 Prozent erhöhter Gehalt an Lysin. Mit dieser Maissorte gefütterte
Schweine nehmen dreimal so schnell an Gewicht zu wie bei Fütterung mit
normalem Mais. Überall übertragen nun Pflanzenzüchter diese
erwünschten Gene auch auf andere Maissorten, um die früher als
unveränderlich angesehenen Nachteile des Maises
auszugleichen.
3.3.7 Maiskrankheiten und -schädlingeMais
wird von zahlreichen Krankheiten und Schädlingen befallen. Unter den
Krankheitserregern stellen die Pilze die wichtigste Gruppe dar. Einige Arten
befallen die Wurzeln, Stängel und Kolben und verursachen Fäulnis, die
den Ertrag und die Qualität der Körner verringert. Maisbeulenbrand,
beziehungsweise. Maisbrand, wird von einem parasitischen Brandpilz namens
„Ustilago maydis“ hervorgerufen, der an verschiedenen Stellen der
Pflanze, vor allem am Kolben, am Stängel und an der Rispe, umfangreiche
Myzelien ausbildet. Wenn er
heranreift, bildet er grosse Mengen schwarzer Sporen in kugeligen Fruchtkörpern. In einigen Gebieten Mittel- und Südamerikas werden die unreifen Fruchtkörper, in denen sich noch keine Sporen gebildet haben, gegessen. Mais wird ausserdem von mehreren Pilzarten befallen, die krankhafte Veränderungen der Blätter hervorrufen, welche den Ertrag verringern. Auch zwei bedeutende Viruserkrankungen, „maize dwarf mosaic virus“ und „maize stunt virus“, beide durch Zwergzikaden übertragen, befallen Maispflanzen. Wird ein solches Virus in einem frühen Stadium auf die Maispflanze übertragen, kann dies zu ernsthaften Ernteeinbussen führen. Die Larve eines Eulenfalters namens „Heliothis zea“ ernährt sich von den in den Hochblättern verborgenen Körnern. Die Larven des Maiszünslers, eines kleinen Schmetterlings, („Ostrinia nubilalis“, oder „Pyrausta nubilalis“) befallen vor allem die Pflanzenstängel, höhlen deren Inneres aus und bewirken ein Abknicken der Blütenstände. Der Maiszünsler wird in Kapitel 3.5.2 näher vorgestellt. In den letzten Jahren haben auch die Larven des Gurkenkäfers starke Verluste verursacht. Sie ernähren sich vom Wurzelsystem heranwachsender Pflanzen. |
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