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„Zuckermais"
ist jene Maissorte, die in den USA im Allgemeinen als Gemüse für den
menschlichen Verzehr angebaut wird. Der vom Zuckermais produzierte Zucker wird
während des Wachstums nicht in Stärke umgewandelt wie bei den anderen
Sorten. Wenn man die Pflanze ausreifen lässt, sind ihre Samen in
charakteristischer Weise runzelig.
„Spelzmais“
wird selten als Nahrungsmittel genutzt, aber häufig als Zierpflanze
angebaut; jedes Korn ist bei ihm in seine eigenen, verkleinerten
Hochblätter eingeschlossen.
Eine
weitere dekorative Maissorte, häufig als „Pferdemais“
bezeichnet, besteht aus vielfarbigen Varianten von Weich- und
Hartmaissorten.
Auf
der Internet-Seite der Eidgenössischen
Forschungsanstalt für Agrarökologie und
Landbau kann man sich im
Nationalen Mais-Sortenkatalog
1999 alle Maissorten mit Beurteilungen ansehen. Es
gibt wirklich unwahrscheinlich viele Sorten.
3.3.5 Zucht und KultivierungDer
bedeutendste Fortschritt bei der Kultivierung des Maises war die Einführung
von Hybridsorten, Hybridmais genannt, die bereits ab 1933 stattfand. Botaniker
entwickelten Tausende von Kreuzungen, von denen eine oder auch mehrere in fast
allen Kombinationen von Boden und Klima wachsen können, in denen sich Mais
anbauen lässt. Ausserdem ermöglichten die Hybridsorten eine deutliche
Ertragssteigerung. Hierzu werden ursprünglich fremdbestäubte
Maissorten, die jahrelang verwendeten Standardsorten, durch
Selbstbestäubung weitergezüchtet und daraus jeweils Pflanzen mit den
erwünschten Merkmalen für die weitere Zucht ausgelesen. Solche durch
Inzucht entstandene Zuchtlinien sind zwar anfällig, doch wenn man zwei
derartige Linien miteinander kreuzt, entstehen Pflanzen mit weitaus höherem
Ertrag als bei den Ausgangsformen. Die Mais verarbeitende Industrie verwendet
vorwiegend solche einfach gekreuzten Maissorten, das heisst, die durch Kreuzung
zweier derartiger Zuchtlinien entstandenen Sorten. Die meisten der von den
Landwirten verwendeten Hybridsamen stammen hingegen von zweifach gekreuztem
Mais, beziehungsweise dem Kreuzungsprodukt zweier Einfachhybriden. In
jüngster Zeit stehen jedoch auch Einfachhybriden mit ausreichend hohem
Ertrag für den normalen Anbau zur Verfügung. Hybriden übertragen
ihre erhöhte Vitalität nicht an ihre Nachkommen, so dass man jedes
Jahr die Elternbestände neu miteinander kreuzen muss, um neue
Hybridpflanzen zu erzeugen. Dies geschieht in speziellen Saatgutbetrieben, aber
auch bei einigen Landwirten, die sich auf die Produktion von Hybridsamen
spezialisiert haben. Die Hybridisierung erhöht zwar die Kosten der Samen,
doch die gesteigerten Erträge gleichen die zusätzlichen Ausgaben mehr
als aus, denn durch den Hybridmais sind Ertragssteigerungen von 25 bis 50
Prozent gegenüber normalen Zuchtsorten möglich. 1978 entdeckte man in
Mexiko mehrere Einzelexemplare einer bisher ausgestorben geglaubten,
mehrjährigen Wildmaisart. Dies war eine wissenschaftliche Sensation, die
nicht nur die Forschung um die Herkunft des Kulturmaises neu inspirierte,
sondern auch die Ausgangsbasis für die Entwicklung einer ausdauernden Form
des Kulturmaises bilden könnte.
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