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Mais

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3.3 Allgemeine Informationen zu Mais


3.3.1 Allgemein

Mais ist eines der drei wichtigsten Getreide der Welt. Der Mais wurde von den Mayas, einem indianischen Kulturvolk Mexikos, gezüchtet. Sie sahen in ihm ein Geschenk des Himmels und verehrten ihn als Gott. Mais ist eine weit verbreitete Kulturpflanze aus der Gattung der Süssgräser, die in zahlreichen Varianten und Formen unterschiedlicher Farben existiert und deren Körner in Längszeilen an Maiskolben wachsen. Der Name kommt von der Bezeichnung „mahiz“ der karibischen Indianerstämme für diese Pflanze. Es ist das einzige wichtige aus Amerika stammende Getreide und wird dort „corn“ genannt. Es ist auch unter den Bezeichnungen „Kukuruz“, „Türkischer Weizen“ oder „Welschkorn“ bekannt.
Systematische Einordnung: Mais bildet die Gattung „Zea“ aus der Familie Gramineae oder Poaceae. Der Kulturmais trägt den wissenschaftlichen Namen „Zea mays“. Der mehrjährige, für ausgestorben gehaltene und in Mexiko wiederentdeckte Wildmais trägt den Namen „Zea diploperennis“, die Teosinte wird als „Zea mays ssp. Mexicana“ oder „Euchlaena mexicana“ bezeichnet.


3.3.2 Beschreibung

Mais ist eine Blütenpflanze, sie gehört zu den Bedecktsamigen und ist einkeimblättrig. Die Maispflanze ist einjährig, hochwüchsig und besitzt einen unverzweigten, kräftigen, und straff aufrechten Stengel, der im Gegensatz zu den meisten anderen Süßgräsern markerfüllt und nicht hohl ist. An der Basis erreicht er meist einen Durchmesser bis zu fünf Zentimeter. Hinsichtlich der Größe zeigt er starke Abweichungen. Während manche Zwergformen ausgewachsen kaum höher als sechzig Zentimeter werden, können andere Sorten eine Höhe von sechs Metern oder mehr erreichen. Im Durchschnitt liegt die Höhe bei etwa zwei bis zweieinhalb Metern. Die wechselständigen Blätter sind etwa fünf bis zehn Zentimeter breit, lanzettlich geformt und recht derb und kräftig dunkelgrün. Im Unterschied zu den meisten Süßgräsern sind die Blüten beim Mais eingeschlechtlich und einhäusig, es befinden sich also rein weibliche und rein männliche Blüten jeweils auf der gleichen Pflanze. An der Spitze des Stängels befindet sich der männliche Blütenstand, der eine lockere Rispe aus jeweils zweiblütigen Ährchen darstellt. Die weiblichen Blütenstände sind sehr eigenartige Gebilde innerhalb der Gräser. Sie stehen, von mehreren derben Hochblättern umhüllt in der Achsel der oberen Blätter und stellen einen grossen Kolben dar, der bis zu tausend kleine, weibliche Blüten enthält. Aus ihnen entstehen die gelben Samen, jeweils einer aus jeder Blüte. Die Maiskörner genannten Samen sind zunächst weich, bei der Reife jedoch so hart, dass man sie nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen kann, was als Zeichen für die Erntereife gilt. Sie sitzen sehr fest und jeweils in kleinen Grübchen in mehreren parallelen Reihen direkt an der verdickten Achse des Kolbens. Die zahlreichen langen und seidigen Fasern, die sich an der Spitze des Kolbens als dichtes Büschel befinden und bereits sichtbar sind, wenn der unreife Kolben noch in der Blätterhülle eingeschlossen ist, stellen die stark verlängerten Griffel der einzelnen weiblichen Blüten dar. Wenn man die Hüllblätter entfernt, kann man die langen Griffelfäden deutlich erkennen, die den Kolben entlang nach unten ziehen. Wie alle Süssgräser wird auch die Maispflanze durch den Wind bestäubt, wobei die langen, nach Aussen ragenden Griffel dazu dienen, die in der Luft treibenden Pollenkörner einzufangen. Ein auf dem Griffel gelandetes Pollenkorn treibt seinen Pollenschlauch durch die ganze Länge des Griffels, durch den dann die männlichen Geschlechtszellen bis zu den weiblichen Eizellen wandern können.

  
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